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IKKO NARAHARA - Photographs from the 1950s to the 1970s

Vernissage: Freitag, 30.10.09, 18 - 21 Uhr
mit einer Einführung von Ferdinand Brüggemann

Ausstellung: 31.10.09 - 19.01.10
Di - Sa 11 - 18 Uhr

Die Galerie Priska Pasquer freut sich die erste Einzelausstellung des japanischen Fotografen Ikko Narahara in Deutschland zu präsentieren. Gezeigt wird eine Auswahl von frühen Arbeiten der 1950er Jahre bis hin zu seinem Hauptwerk 'Where Time has Vanished' vom Anfang der 1970er Jahre.

Ikko Narahara, 1931 in der Fukuoka Präfektur geboren, nahm 1957 als Autodidakt an der bahnbrechenden Fotoausstellung 'The Eyes of Ten' in Tokyo teil. Zwei Jahre später wurde er Mitbegründer der legendären Fotoagentur VIVO (zusammen mit Shomei Tomatsu, Eikoh Hosoe, Kikuji Kawada u.a.), die zum 'Epicenter' einer neuen Generation von Fotografen wurde.

In seinen frühen Serien konzentrierte sich Narahara auf Menschen, die isoliert von der Alltagswelt lebten, wie zum Beispiel Mönche in einem Trappistenkloster und Insassinnen eines Frauengefängnisses. Ziel seiner Arbeit war es ein 'persönliches Dokument' zu schaffen, er strebte danach 'durch die sorgfältige Beschreibung des Äußeren die innere Form offenzulegen' (Zitat: Ikko Narahara).
In einer Gratwanderung zwischen Beschreibung und Abstraktion, Objektivität und persönlicher Erzählung überwand Narahara die vorherrschende journalistische Dokumentarfotografie in Japan. Darüber hinaus zeigt Narahara eine besondere Fähigkeit zur Abstraktion und zur Inszenierung alltäglicher Szenen in streng grafischen Bildkompositionen in der erst 1996 publizierten Serie 'Tokyo, the ‘50s'.

Die beginnenden 1960er und 1970er Jahre sind durch lange Auslandsaufenthalte geprägt. Von 1962-65 fotografierte Ikko Narahara in Frankreich, Spanien und Italien. Das Resultat sind Bildessays in denen Narahara eine überzeitliche Fiktion vom alten Kontinent zeichnet, eine Fikition in der die Zeit zum Stillstand gekommen ist - 'Where Time Has Stopped' lautet dementsprechend eines der damals enstandenen Bücher.

Die Konfrontation mit Europa führte nach Ikko Narahara’s Rückkehr nach Japan zu einem verstärkten Interesse an den Besonderheiten der eigenen Kultur. Es enstanden Bildserien wie 'Zen' (publiziert in dem Buch 'Japanesque'), in denen auch der Aspekt des Überzeitlichen zum Tragen kommt.

Zu Beginn der 1970er Jahre ging Ikko Narahara in die USA. Dort entstand seine bekannteste Serie 'Where Time Has Vanished'. Auf ausgedehnten Reisen durch das Land fotografierte er mythische Orte des amerikanischen Traums, endlose Landschaften, indianische Reservate, Autos, Motels oder Spielkasinos. Anders als seine amerikanischen Fotografenkollegen wie Gary Winogrand oder Robert Adams verfolgt Narahara keinen kritischen Ansatz zur amerikanischen Gegenwart. Ikko Narahara’s Fotografie ist poetisch mit surrealen Elementen, wie zum Beispiel in der Aufnahme "Two garbage cans, Indian Village, New Mexico", in der Narahara in einer Kleinstadt das Fantastische, Absurde findet. Hier ist nicht mehr der Stillstand der Zeit das Thema, sondern das Verschwinden der Zeit in einem mythischen Raum: 'As I drove across the land in Arizona and Utah and New Mexico, I began to have hallucinations that this was not the earth at all and that I had been thrown onto some other planet.' (Zitat: Ikko Narahara)

In seinem letzten Jahr in New York, 1974, nahm Ikko Narahara an der initialen Ausstellung 'New Japanese Photography' im Museum of Modern Art teil. Seitdem wurde sein Werk in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, unter anderem in 'Japan: Al Self-Portrait', ICP, New York, 1979; 'Ikko Narahara. Photographies 1954-2000', Maison Européene de la Photographie, Paris 2002 und 'The History of Japanese Photography', Houston 2004.



Publikationen von Ikko Narahara in Auswahl:

- Where Time Has Stopped. Tokyo 1967

- Espana Grand Tarde. Japan 1969

- Japanesque. Tokyo 1970

- Celebration of Life. Tokyo 1972

- Where Time Has Vanished. Tokyo 1975

- Domains (Ôkoku). Tokyo 1978

- Venice - Nightscapes. Tokyo 1985

- Human Land. Tokyo 1987

- Tokyo, the ‘50s. Tokyo 1996

- Stateless Land - 1954. Tokyo 2004

TEIL1TEIL2TEIL3TEIL4Information über Ikko Narahara: 'Photographs from the 1950s to the 1970s' NEWSLETTERIMPRESSUM
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